Zeitung 2020

Liebe Meiendorferinnen

 

und Meiendorfer,

 

ein Jahr ist jetzt seit der letzten Ausgabe unserer Zeitung für Meiendorf vergangen. Viel ist in der Zeit passiert. Die zweite Hälfte des Jahres 2019 wurde vom Wahlkampf für die Bürgerschaftswahl bestimmt.

 

Kurz nach der Wahl am 23. Februar kam es dann zum Corona-Ausbruch und die Corona-Pan demie hat unser Leben verändert.

 

Nach den ersten Lockerungen fühlt sich das Leben zwar schrittweise wieder normaler an, gleichzeitig wird aber weiterhin überall die Frage diskutiert, wieviel noch verboten bleiben muss und wo eventuell mehr gelockert werden kann.

 

Dies alles war und ist nur möglich, weil Sie alle dabei mitgeholfen haben, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Nur weil Sie mit einem Höchstmaß an Eigenverantwortung die Kontakteinschränkungen, sowie die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten haben und dies weiterhin tun, ist die Zahl der Neuerkrankten mittlerweile im stabilen unteren einstelligen Bereich.

 

Deswegen müssen wir auch bei allen zukünftigen möglichen Lockerungen „das Augenmaß und die Spur halten“, wie unser Erster Bürgermeister Peter Tschentscher sagte. Denn wichtigstes Ziel ist und bleibt es, die Ausbreitung des hochansteckenden Virus zu verlangsamen.

 

Auch wenn uns die Pandemie in Atem gehalten hat, ist es in der ersten Juni-Woche gelungen, einen guten Koalitionsvertrag zwischen der SPD und den Grünen abzuschließen. Peter Tschentscher ist mit klarer Mehrheit wieder zum Ersten Bürgermeister gewählt worden und der Senat wurde ebenfalls bestätigt.

 

Im Wahlkreis Rahlstedt, zu dem Meiendorf gehört, konnte die SPD zwei von ihren Wahlkreismandaten verteidigen. Ole Thorben Buschhüter und Astrid Hennies konnten mit guten Ergebnissen ihre Mandate wieder erringen. Über die Landesliste hat es auch Ekkehard Wysocki als Nachrücker in die Hamburgische Bürgerschaft wieder geschafft. Wir wünschen allen Dreien eine glückliche Hand in ihrem politischen Wirken in der Bürgerschaft.

 

Wir, die SPD in Meiendorf, stehen auch jederzeit für Sie zur Verfügung. Sprechen Sie uns mit Ihren Anregungen, Ideen und Ihrer Kritik an, damit wir gemeinsam mit Ihnen etwas für unser schönes Meiendorf bewegen können.

 

Die SPD Meiendorf wünscht Ihnen eine interessante Lektüre und einen schönen, entspannten und gesunden Sommer.

 

 Jürgen Kanehl, Vorsitzender


 

Das Wechselmodell:

 

Eine Woche Mama – eine Woche Papa

 

Gestern noch eine glückliche Beziehung und dann plötzlich die Trennung. Das Ende einer Beziehung bedeutet oft: das Ende von einer Familie. Was Erwachsene schon stark emotional belastet, kann für Kinder traumatische Folgen haben. Ihre Familie, ein Ort der Geborgenheit und Halt gibt, droht zu verschwinden. Der umgangsrechtliche Kontakt zu den Eltern verändert sich und die Kinder und Jugendlichen müssen sich an neue Alltagsstrukturen anpassen.

 

In Deutschland sind jedes Jahr um die 140 000 Kinder und Jugendliche von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Experten schätzen, dass dazu Zehntausende weitere Kinder von Paaren kommen, die nicht verheiratet waren. Sie sind in keiner Statistik erfasst.

Der Großteil, - ca. 73% - lebt nach der Trennung überwiegend oder ausschließlich bei der Mutter, (Residenzmodell) und sieht den Vater meist nur noch 14-tägig oder kaum noch. Dabei darf gemeinsame Elternschaft nach einer Trennung nicht aufhören.

 

Sorge- und umgangsrechtliche Fragen gehören zu den sensibelsten, schwierigsten und zugleich streitträchtigsten Themen des Familienrechts. Immer häufiger möchten sich nach einer Trennung beide Elternteile weiter um das Kind kümmern und es gemeinsam versorgen. Zahlreiche Studien belegen, dass eine aktive Beteiligung des Vaters an Pflege- und Erziehungstätigkeiten, sowie ein intensives Vater-Kind-Verhältnis positive Effekte auf die kognitive Entwicklung des Kindes hat.

 

Hier kommt das sogenannte Wechselmodell, oder auch Doppelresidenzmodell ins Spiel, das der heutigen Zeit aktuell angepasst ist. D.h. die Kinder leben im Wechsel – wöchentlich oder alle zwei Wochen je beim Vater oder bei der Mutter, wenn beide Eltern im gleichen Wohnort leben. Dieses Modell ist in den meisten europäischen Ländern, wie Schweden, Dänemark, Niederlande, Belgien und Frankreich etc. bereits der Regelfall. Auch in Deutschland ist das Thema von der Familienministerin Fr. Dr. Franziska Giffey angesprochen worden. Die bisherige Regelung : Einer erzieht, einer zahlt, ist ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert - aus Zeiten, als noch die Männer arbeiteten, und die Frauen als Hausfrauen Kinder und Haushalt versorgten.

 

Heute möchten auch die Frauen in ihrem Beruf weiterkommen, und das funktioniert auch in Zeiten mit kostenlosen KITA-Plätzen, Schulbetreuungen bis 18.00h und wechselseitiger Betreuung.

 

Im Februar 2019 gab es einen wegweisenden Beschluss des Bundesgerichtshof (BGH): Der BGH hat erstmals geurteilt, dass das Wechselmodell nach heutiger Gesetzeslage von Familiengerichten angeordnet werden kann, auch dann, wenn ein Elternteil das Wechselmodell ablehnt. Ausschlaggebend für die Umgangsregelung sei im konkreten Einzelfall immer das Kindeswohl.

 

Die SPD-Bundestagsfraktion hat den Beschluss des BGH in einer aktuellen Pressemitteilung begrüßt. Sie sieht sich durch den Beschluss in ihrem Bestreben bestätigt, an einer gesetzlichen Klarstellung zu arbeiten. Ziel der SPD-Bundestagsfraktion ist es im BGB ausdrücklich für Familiengerichte die Möglichkeit zu verankern, das Wechselmodell anordnen zu können. Maßgabe dabei ist auch für die SPD, dass die paritätisch aufgeteilte Betreuung nachweislich für die Kinder die beste Lösung ist.

 

Aber, um endlich Klarheit zu schaffen muss das Gesetz für ein Wechselmodell standardmäßig im Bundestag eingebracht und verabschiedet werden. Und es müssen auch die dazugehörigen Bedingungen für beide Partner stimmen, wie Familienrecht, Steuererleichterungen, Melderecht und geteiltes Kindergeld. Denn beide Partner haben in puncto Verpflegung, Erziehung und Wohnraum, dieselben Kosten.

 

Hoffen wir auf eine baldige Verabschiedung des Gesetzes, im Rahmen der Kinderrechte und zum Kindeswohl.

                                                                                                                                Inge Benthin

 

 

                                        

 Meiendorf:

 Gewachsene Bereiche bleiben erhalten

 

1982 wurde der Bebauungsplan Rahlstedt 78/Volksdorf 25 aufgestellt, mit dem Gebiet zwischen Linckestraße, Ringstraße, Skaldenweg, Nordlandweg, Deepenhorn und Leharstraße. Ziel war es – dem Willen der Bevölkerung entsprechend – den gewachsenen Charakter als Einzelhausgebiet zu erhalten.

Es wurden Einzel- und Doppelhäuser mit maximal zwei Wohnungen erlaubt. Durch hintere Bebauung, höhere Bebauung und Blockinnenbebauung hat eine starke Verdichtung stattgefunden. Das war auch so gewollt!

In den letzten Jahren machten sich Investoren eine veränderte Auslegung des Baurechtes durch manche Gerichte zunutze und es entstanden „Einzelhäuser“ aus mehreren Gebäudeteilen bestehend mit bis zu 6 Wohnungen unter einem Dach.Der rechtliche Trick, den einige Gerichte absegneten: Zwei Wohnungen pro Gebäudeteil statt pro Einzelhaus. So entstanden in der Realität große Gebäude, die wie Mehrfamilienhäuser oder Reihenhäuser wirkten. Genau das sollte der Bebauungsplan aber verhindern!

Diese Entwicklung stieß in der Wohnbevölkerung weitgehend auf Unverständnis und Unmut, zumal kein bezahlbarer Wohnraum entstand, sondern sehr teure Eigentumswohnungen. Der SPD-Distrikt Meiendorf nahm das auf und lud die Bürger zu einer Informationsveranstaltung in die Aula der Stadtteilschule Meiendorf ein.

Etwa 250 nunmehr informierte Bürger machten ihrer Empörung über das Unterlaufen des gültigen Bebauungsplanes Luft. Es bildete sich alsbald die Bürgerinitiative „Meiendorf erhalten – Bebauungsplan beachten!“

Ihr traten über 700 Bürger aus dem Plangebiet bei.

Die SPD und die Grünen brachten als Koalitionäre im Bezirk einen Antrag ein, der die Verwaltung aufforderte den B-Plan so zu ändern, dass der Bau großer Gebäude, die dem Charakter des Gebietes entgegenstehen nicht mehr ermöglicht wird.

Nach vielen Gesprächen zwischen Verwaltung, Bürgerinitiative und Fachpolitikern ergab sich schließlich ein Kompromiss, der das angestrebte Ziel weitgehend realisiert.

Nunmehr sind für Gebäude Grundflächen unabhängig von der Grundstücksgröße vorgesehen. Die Größe der Grundflächen wurde nach dem aktuellen Bestand für jedes Grundstück ermittelt.

Danach wird es drei Kategorien geben: Bebaubare Fläche 175 m2 (derzeit 78% der Grundstücke), bebaubare Fläche 225 m2 (derzeit 13 %), bebaubare Fläche 275 m2 (derzeit 4%). Hinzu kommen Terrassen bis zu 30 m2 Grund-fläche, wenn sie in wasser- und luftdurchlässigem Aufbau hergestellt werden.

 

Fahrwege und ebenerdige Stellplätze sind in gleicher Weise anzulegen. Für eingeschossige Gebäude gilt fortan eine Drempelhöhe von 1m. Wenn der Planungsausschuss im Bezirk in Kürze so beschließt, ist ein erhaltenswertes Gebiet  in  seiner  Struktur gesichert!

                                                                                                                           Jens Rocksien

 

 

Meiendorfer für Meiendorfer  

Ihre Freiwillige Feuerwehr Meiendorf

 

Dank des Zusammenspiels von bürgerlichem Engagement und Unterstützung des Fördervereins stets für Meiendorf da: 24 Stunden – 7 Tage die Woche – mit oder ohne Corona – Immer!

 

Meiendorf hat seine eigene Feuerwehr, in welcher sich Bürger-/innen aus dem Stadtteil im Alter von 18 bis 60 Jahren aktiv für ihren Stadtteil engagieren und im Notfall schnell und auch kompetent Hilfe für die Nachbarn leisten. Derzeit sind in der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Meiendorf knapp 30 Frauen und Männer aktiv und rücken bei allen Bränden und technischen Hilfeleistungen im Stadtteil mit 2 Löschfahrzeugen von ihrem Standort in der Lofoten-straße aus.

 

In der Jugendfeuerwehr (JF) werden derzeit knapp 20 Jugendliche im Alter zwischen zehn und 18 Jahren mit viel Spaß an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt und bilden somit den wichtigen Nachwuchs für Ihre örtliche Feuerwehr im Stadtteil.

 

Die Freiwillige Feuerwehr ist in Hamburg Teil der Behörde für Inneres und Sport und insofern von den zugewiesenen Mitteln der Feuerwehr Hamburg abhängig. Für alle über die Einsatzbereitschaft hinaus gehenden Bedarfe und auch, um im Ausbildungsbetrieb zeitgemäß arbeiten zu können, versucht der Gemeinnützige Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Meiendorf e.V., in welchem sich viele Bürger/-innen und Unternehmen um und aus Meiendorf mit einer Mitgliedschaft oder Spende einbringen, diese Lücke zu schließen.

 

Als größten dauerhaften Beitrag sei hier erwähnt, dass der Verein einen Mannschaftsbus für die Jugendfeuerwehr angeschafft hat und für sämtliche Kosten aufkommt, um den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr die Fahrten zu Veranstaltungen und Wettbewerben in Hamburg und im Bundesgebiet zu ermöglichen.

 

Gerade in den letzten Monaten hat sich der Förderverein auch an vielen Stellen bei der FF sehr aktiv eingebracht. Beispielhaft genannt seien hier die Renovierung des Ausbildungsraumes sowie die Anschaffung von zeitgemäßem Lehrmaterial und der notwendigen Technik.

 

Dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins sowie dem persönlichen Engagement der Kameradinnen und Kameraden ist der Ausbildungsraum nun wieder ein Ort, in welchem es in einer hellen, freundlichen und auch technisch zeitgemäßen Atmosphäre den Mitgliedern Freude macht, sich regelmäßig für Fortbildungen sowie zu Kameradschaftsabenden zu treffen.

 

Nicht unerwähnt bleiben soll dabei, dass auch für die Mitglieder des Vereins in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen, wie die Durchführung von Feuerlöscher-Trainings oder von Info-Tagen zu bestimmten Themen – im Rahmen von gemütlichen Zusammenkünften – in ihrer Feuerwache durchgeführt werden.

 

Möchten auch Sie Teil einer starken Gemeinschaft werden?

Sowohl die Freiwillige Feuerwehr als auch der Förderverein freuen sich immer über engagierte neue Mitglieder.

                                                                                                                                 Oliver Böhm

Schreiben Sie uns gerne für weitere Informationen an:

foerderverein@ff-meiendorf.de

Gemeinnütziger Förderverein der

Freiwilligen Feuerwehr Meiendorf e.V.

 

 

Impressum:

Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Distrikt Meiendorf,  > Ausgabe Juni 2020 

< V.i.S.d.P. Jürgen Kanehl, Schloßstraße 12, 22041 Hamburg 

https://www.spd-meiendorf.de     

Tel.: 040/ 689 445 11